Strengere Kontrollen bei Neuzulassung von Medikamenten

Neues Gesetz ermöglicht bei Sicherheitsbedenken weitere Tests

(pte/ehj) Rockville – Jahrelange Skandale um unsichere Medikamente haben in Amerika zu strengeren Kontrollen bei Neuzulassungen geführt. Die U.S. Food and Drug Administration (FDA) http://www.fda.gov wird in Zukunft Pharmaunternehmen zu weiteren Tests zwingen können, wenn Sicherheitsbedenken auftauchen, nachdem das Medikament auf den Markt gekommen ist. Ein entsprechendes Gesetz wurde in der vergangenen Woche vom Senat verabschiedet. Das Gesetz fordert auch eine strengere Überwachung von Nebenwirkungen.

Pharmaunternehmen haben laut New Scientist diese Veränderung begrüßt, da dadurch das Vertrauen der Patienten wieder größer werden würde. Experten der Gesundheitsbehörden begrüßten Pläne zur Registrierung klinischer Tests. Dadurch würden die Hersteller endlich daran gehindert, unerwünschte Ergebnisse zu verbergen. Befürworter weitergehender Reformen sagen, dass das Gesetz unzureichend sei.

Einer der Hauptbeschwerdepunkte sind die finanziellen Querverbindungen zwischen der Arzneimittelindustrie und der Zulassungsbehörde. Unternehmen können die FDA dafür bezahlen, dass neue Medikamente rascher geprüft werden. Die Reformer fordern ebenfalls, dass eine direkte Werbung bei den Patienten solange verboten wird, bis es drei Jahre lang auf dem Markt war und das Auftreten von Nebenwirkungen entsprechend überwacht wurde.