Erneuter Vorstoß für einen sicheren Gentest vor der Geburt

Menge der DNA wird durch Formaldehyd optimiert

(pte/ehj) Columbia – Das auf Gentechnik spezialisierte amerikanische Forschungsunternehmen Ravgen http://www.ravgen.com hat erneut einen nicht invasiven Bluttest für genetische Anomalien bei Ungeborenen angekündigt. Bestehende nicht invasive Tests wie Ultraschall sind Einschränkungen unterworfen, invasive Tests können eine Gefahr für die Schwangerschaft darstellen. Das neue Verfahren beruht auf der Untersuchung fötaler DNA aus dem Blut der Mutter auf winzige Variationen des genetischen Materials. Details des neuen Verfahrens wurden online bei Lancet http://www.thelancet.com veröffentlicht. Alexandra Benachi und Jean-Marc Costa von der Université René Descartes http://www.univ-paris5.fr begrüßen in der gleichen Ausgabe die Möglichkeiten des neuen Tests. Manche technische Hürden seien jedoch noch zu überwinden.

Die Analyse der fötalen DNA aus Blutproben der Mutter ist bereits seit einiger Zeit möglich. Die Effektivität war bisher eingeschränkt, da nur eine kleine Menge der DNA in das Blut gelangt. Dem Team um Ravinder Dhallan ist es gelungen, die Menge der DNA durch die Behandlung der Proben mit Formaldehyd zu maximieren. Die Forscher sammelten Proben von 60 schwangeren Frauen. Anschließend untersuchten sie das genetische Material auf SNPs (Single Nucleotide Polymorphisms). Jedes Chromosom verfügt über ein charakteristisches SNP Muster. Es gelang den Wissenschaftern die DNA der Mutter von jener des Kindes zu unterscheiden.

Zusätzlich gelang es dem Team festzustellen, ob der Fötus über zusätzliche Kopien entscheidender Chromosome verfügte, die genetische Krankheiten verursachen. Eine zusätzliche Kopie des Chromosoms 21 verursacht zum Beispiel ein Down-Syndrom. Bei den 60 Proben erkannte der Test die Anzahl der Chromosome richtig sowie zwei Fälle von Trisomie 21. Ein Fall von Trisomie 21 wurde nicht identifiziert. Eine normale Probe wurde fälschlich als Trisomie 21 erkannt. Die Forscher betonen laut BBC, dass ihre Arbeit sich noch in einem vorbereitenden Stadium befindet und für Feinabstimmungen weitere Tests erforderlich sind.

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