Tödliche Hundegrippe wurde von Pferden übertragen

H3N8 unterscheidet sich deutlich von Vogelgrippe

(pte/he.vt) Atlanta  – Die tödliche Hundegrippe, die in Amerika Haushunde und Renngreyhounds befallen hat, wurde bei einem sehr seltenen Ereignis von Pferden übertragen. Zu diesem Ergebnis sind Untersuchungen der US Centers for Disease Control and Prevention (CDC) http://www.cdc.gov gekommen. Obwohl die Möglichkeit einer Übertragung auf den Menschen nicht ausgeschlossen werden kann, raten die Wissenschafter Ruhe zu bewahren. Die laufenden Ereignisse würden dem Anlass entsprechend beobachtet. Die Ergebnisse der Untersuchungen wurden in dem Fachmagazin Science http://www.sciencemag.org veröffentlicht.

Die Grippe, an der Hunde erkranken, unterscheidet sich deutlich von der Grippe, die beim Menschen auftritt und der Vogelgrippe, die derzeit im Südosten Asiens grasiert. Bei dem Virus handelt es sich um einen Typ A Grippe Virus mit der Bezeichnung H3N8. Diese Bezeichnung verweist auf einen Subtyp von zwei Proteinen, die für den Lebenszyklus des Virus entscheidend sind. Dabei handelt es sich um Hämagglutinin und Neuraminidase. Die Vogelgrippe gehört auch zum Typ A, jedoch zu H5N1.

Die Forscher haben jetzt nachgewiesen, dass die Hundegrippe, die im Januar 2004 Renngreyhounds in Florida befallen hat und sich seither über die Ostküste ausgebreitet hat, ihren Ursprung bei Pferden hatte. Der leitende Wissenschafter Ruben Donis erklärte, dass H3N8 bei Pferden seit mehr als 40 Jahren aufgetreten sei. In der ganzen Zeit sei kein Fall einer Infektion eines Menschen nachgewiesen worden. „Das bedeutet nicht, dass kein Risiko besteht. Derzeit gibt es jedoch keinen Grund zur Panik.“

Eine Untersuchung wurde veranlasst, nachdem genetische Sequenzierungen ergaben, dass es sich bei dem Virus um H3N8 handelte. Cynthia Crawford von der University of Florida hatte 2004 begonnen Nachforschungen anzustellen. Die phylogenetische Analyse zeigte jetzt, dass ein einzelnes Ereignis für die Übertragung vom Pferd auf den Hund verantwortlich war. Die Wissenschafter gehen davon aus, dass die Verbreitung durch die Hundebestände in der Folge horizontal stattfand. Die Analyse von archivierten Serumproben zeigte, das bereits im Jahr 2000 Antikörper gegen H3N8 vorhanden waren. Die Form der Übertragung von Pferd auf Hund und von Hund zu Hund sei bisher beispiellos.

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